Geschichte


Man wacht nicht Morgens auf und denkt:
„Heute fahr ich mal eine 24 Stunden Rennen!“

Das ist oft ein langer Prozess. 

 

Kai wuchs in Hasel, einem kleinen Ort am Fuße des Südschwarzwald auf. Wie die meisten Kinder in der Gegend spielte er zunächst Fußball. Früh erkannten seine Eltern, dass ihr Kind zwar sehr schnell laufen konnte aber nicht ballaffin war. Mit 10 Jahren schickten sie Kai also in das Leichtathletik um seinen Bewegungsdrang zu stillen. Doch auch dort zählte er nicht zu den herausstechenden Kindern. Erst drei Jahre später als Kai die Bezierkswaldlaufmeisterschaften in seiner Altersklasse mit großem Abstand gewinnen konnte, offenbarte sich sein Talent. Mehr und mehr hatte er gefallen am Laufen gefunden und spezialisierte sich in den folgenden Jahren auf die Mittelstreckendistanzen. In den 90er Jahren kam zunehmend das Mountainbiken auf und auch Kai interessierte sich für diesen tollen Ausdauersport in der Natur. In der Jugend konzentrierte sich Kai auf den Hindernislauf, denn es stellte sich heraus, dass er dafür robust genug war. Je länger die Rennen dauerten, desto bessere Ergebnisse erzielte er. Nach einer Wettkampfverletzung und der Auflösung seiner Trainingsgruppe fand Kai immer mehr Gefallen am Biken in der Natur. Nach seiner Ausbildung fuhr wegen einer Wette mit einigen Kollegen von Schönau nach Paris (700km). Dort hatte die Gruppe die Idee an einem 12h Rennen Teil zu nehmen. Als Training für das Rennen fuhr Kai mit dem Rennrad nonstop 360km von Norden nach Süden durch die Schweiz. Bei dem 12h MTB Rennen lag Kai lange Zeit auf dem 3. Platz und rutschte in der letzten Stunde noch auf den vierten ab. Die Erlebnisse dieses Rennens waren der Grundstein für die Spezialisierung der Ultramountainbikerennen. Ein Jahr später setzte Er sich neue ehrgeizige Ziele. Er wollte an dem legendären 24h Rennen in Finale Ligure (Italien) starten. Kai wusste zu dem Zeitpunkt nicht, dass 2012 die erste internationale 24h WEMBO Weltmeisterschaft in Finale Ligure ausgetragen wurde. Erst am Ort des Geschehens hatte er davon erfahren, dass er an der Weltmeisterschaft teilnimmt. In seinem ersten 24h Rennen finnishte er auf dem 12. Gesamtrang.

Kai war bei seinem ersten 24h Rennen im vorderen Mittelfeld gelandet und das bei einer Weltmeisterschaft. Erst Zuhause hatte er bemerkt, dass er Weltmeister in seiner Altersklasse U30 geworden war und die Siegerehrung verpasst hatte. Ohne Zeremonie und Weltmeistertrikot, freute er sich dennoch riesig über den Sieg in seiner Altersklasse. Ab diesem Zeitpunkt hatte Kai das Ultra-Rennfieber gepackt. Strukturierteres Training, besseres Material, ein engagiertes Betreuerteam und viel Spaß sind nun in den letzten Jahren Schlüssel zum Erfolg geworden. Nachdem in den vergangenen Jahren viele internationale Titel gewonnen werden konnten, hat Kai nun auch keine Siegerehrung mehr verpasst.

REDAXO 5 rocks!